Ringelblume
Animation: Aleksandra Nikolic Sound: Aleksandra Nikolic
Pflanzengeflüster
Ich bin die Ringelblume (Calendula officinalis). Im Mittelalter wanderte ich von Klostergärten in Apotheker- und Pfarrgärten und schließlich in die Bauerngärten – und habe mich im Laufe der Zeit weiter verbreitet. Besonders stolz bin ich auf meine leuchtenden Blüten: große, orange- und gelbfarbene Blütenköpfe. Ich bin vielseitig einsetzbar.
Besonders bekannt ist die Ringelblumensalbe, sie wirkt antibakteriell, entzündungs- und pilzhemmend sowie abschwellend. Sie gehört in jede Hausapotheke, ob für Schürfwunden, Schrammen, Sonnenbrand, raue Lippen, leichte Verbrennungen, Pickeln und Pubertätsakne, schlecht heilende Wunden. Vorsicht ist auch geboten bei selbst hergestellter Ringelblumensalbe mit Schweineschmalz.
Und in der Küche: In der Küche schmecken die jungen Blätter und Blüten im Salat. Selbstgemachte Ringelblumenblütenbutter kann als Brotaufstrich gegessen oder als Kräuterbutter zu Grillfleisch gereicht werden. Auch können die Blüten als Garnitur im Salat oder in der Nachspeise dienen.
Vorsicht: Bei bestehenden Allergien gegen Korbblütler (Asteraceae) müssen Ringelblumenblüten und deren Zubereitungen gemieden werden.
Übrigens: Mein deutscher Name die „Ringelblume“ kommt von meinen ringförmig gekrümmten Samen.
Auch im Gart der Gesundheit bin ich naturalistisch abgebildet, wenn auch im Text mit dem Kapernstrauch verwechselt. Siehe in der FLORA Ausstellung im „Heilpflanzenfenster“.
Botanische Eckdaten
Heilwirkung
Traditioneller Einsatz: Ringelblumenblüten galten bei Hildegard von Bingen als kalt und feucht, durch die Verwechslung mit dem Kapernstrauch im Gart der Gesundheit als wärmend und trocknend. Sie „verdünnen und reinigen das Phlegma, besonders der Haut“.
Die Ringelblume wurde traditionell auch als „sonnige Allesheilerin“ beschrieben, als große Wundpflanze bei körperlichen wie auch seelischen Wunden und Narben. Innerlich wurde sie daneben bei Leber-Galle-Beschwerden eingesetzt.
Blickwinkel moderne Medizin: Heute ist die Ringelblume (Calendula officinalis L.I) vor allem äußerlich als Wundheilungspflanze bekannt bei oberflächlichen Wunden. Wichtige Inhaltsstoffe der verwendeten Blüten (Calendulae flos) sind das ätherische Öl, daneben Saponine, Carotinoide (die orangenen Blütenfarbstoffe!) Flavonoide, Triterpenalkohole. Sie wirken entzündungshemmend, wundheilungsfördernd und beschleunigen vor allem die Neubildung der Haut nach einer Verletzung.
Merkmale
Gefährdungsstufe
- Nicht bewertet
Alle Angaben zu Kräutern wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.
GOLDENE REGEL für ALLES: Nur was bekannt ist – wird gegessen! Es gilt die Regel: ein Handstrauß Wildpflanzen pro Person und Tag darf auf öffentlichem Gelände gesammelt werden. Verwenden Sie nur gewaschene Pflanzenteile, die Sie eindeutig bestimmen können – im Zweifel verzichten Sie bitte darauf.
TIPP: Ein Vorteil beim Kauf von Freiverkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke und dem Facheinzelhandel besteht in der sachkundigen Beratung rund um Ihre Beschwerden.