Mentha pulegium Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Polei-Minze

Polei-Minze
Illustration: Julian Pontzen

Pflanzengeflüster

Die kleine als Zierpflanze kultivierte Polei-Minze wurde früher als Heilpflanze verwendet. Heute jedoch nicht mehr, da ihr ätherisches Öl zu 80–90% aus Pulegon besteht. Pulegon ist ein chemischer Stoff, ein monocyclisches Monoterpenketon. Ihm wird eine zentral lähmende Wirkung zugeschrieben. Schon in Zentigrammdosen kann es Aborte auslösen.Dies war auch schon im Griechenland des 5.Jahrhunderts vor Christus bekannt. Im lateinischen Namen Mentha pulegium findet sich ein Hinweis auf eine weitere traditionelle Anwendung: Es wurde als Mittel gegen Ungeziefer eingesetzt. Der Artname 'pulegium', ist abgeleitet vom Wort Floh, was im Lateinischen 'pulex' heißt.

Botanische Eckdaten

feucht bis frisch
winterhart bis -23°C
Mittelmeergebiet, im Rhein- und Donaugebiet, in Westeuropa bis Vorderasien
Juli - September
Sonne bis Schatten

Heilwirkung

Abzuraten, da stark giftig und Leber-schädigend.

Merkmale

10 - 50 cm
🌿 (Kraut)
Soll angeblich Flöhe vertreiben, auch der Artnamen leitet sich von lateinischen pulex für Floh ab.
☠ (Giftpflanze)

Gefährdungsstufe

2 - Stark gefährdet

Alle Angaben zu Kräutern wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.

GOLDENE REGEL für ALLES: Nur was bekannt ist – wird gegessen! Es gilt die Regel: ein Handstrauß Wildpflanzen pro Person und Tag darf auf öffentlichem Gelände gesammelt werden. Verwenden Sie nur gewaschene Pflanzenteile, die Sie eindeutig bestimmen können – im Zweifel verzichten Sie bitte darauf.

TIPP: Ein Vorteil beim Kauf von Freiverkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke und dem Facheinzelhandel besteht in der sachkundigen Beratung rund um Ihre Beschwerden.

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