Malve
Pflanzengeflüster
Die Wilde Malve (Malva sylvestris) und die Wegmalve stammen ursprünglich wohl aus dem südeuropäisch-asiatischen Raum, sind heute jedoch in vielen subtropischen und gemäßigten Regionen weltweit verbreitet. Am liebsten wachsen sie auf nährstoffreichen, warmen Standorten.
Ihr Name „Malve“ geht direkt auf das lateinische Malva zurück, während die Artnamen ihre Besonderheiten beschreiben: sylvestris bedeutet „wild wachsend“, neglecta hingegen „übersehen“ – ein Hinweis darauf, dass diese Art erst später botanisch erfasst wurde.
Malve (Käsepappel): Auch der volkstümliche Name „Käsepappel“ erzählt eine kleine Geschichte: Er bezieht sich auf die rundlichen, käseähnlichen Früchte sowie auf einen früher zubereiteten Brei aus den schleimhaltigen Blättern, der sowohl als Nahrung als auch als heilende Auflage verwendet wurde.
Malvenblüten sind nicht nur essbar, sondern echte Hingucker in der Küche. Frisch gepflückt peppen sie Salate, Desserts, Käseplatten oder Eis optisch richtig auf. Als Tee sorgen sie für einen schönen Effekt: erst blau-violett – und mit ein paar Tropfen Zitrone wird er plötzlich pink.
Botanische Eckdaten
Heilwirkung
Malvenblätter und -blüten gelten als traditionelle pflanzliche Arzneimittel. Aufgrund ihrer reizlindernden Eigenschaften werden sie bei Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum, trockenem Reizhusten sowie bei leichten Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Die Malve wirkt sanft und beruhigend – vor allem dank ihrer wertvollen Schleimstoffe. Auch äußerlich angewendet pflegt sie die Haut, etwa bei Irritationen oder Insektenstichen. Zusätzlich enthält sie antioxidative Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Anthocyane.
Bereitung eines Teeaufgusses
2 bis 4 g fein geschnittene Malvenblätter bzw. 1 bis 2 g fein geschnittene Malvenblüten mit 150 mL kaltem Wasser ansetzen und kurz aufkochen oder auch mit kochendem Wasser übergießen und nach 5 bis 10 Minuten abseihen.
Merkmale
Gefährdungsstufe
V - Arten der Vorwarnliste
Alle Angaben zu Kräutern wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.
GOLDENE REGEL für ALLES: Nur was bekannt ist – wird gegessen! Es gilt die Regel: ein Handstrauß Wildpflanzen pro Person und Tag darf auf öffentlichem Gelände gesammelt werden. Verwenden Sie nur gewaschene Pflanzenteile, die Sie eindeutig bestimmen können – im Zweifel verzichten Sie bitte darauf.
TIPP: Ein Vorteil beim Kauf von Freiverkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke und dem Facheinzelhandel besteht in der sachkundigen Beratung rund um Ihre Beschwerden.