Lungenkraut
Pflanzengeflüster
Geflecktes Lungenkraut oder Lungenwurz, wie Hildegard von Bingen es nannte ist zwittrig. Es besitzt sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane und wird von Bienen und Fliegen bestäubt.
Die historische Heilempfehlung bei Lungenerkrankungen entstammt der Ähnlichkeit der Blätter mit Lungenflügeln. Durch den rosa-blauen Farbwechsel der Blütenstände wird es umgangssprachlich auch als Hänsel und Gretel oder Adam und Eva bezeichnet. Im Gegensatz zur Blüte der Hortensie ist die Farbe der Blüten kein Indikator für den pH-Wert des Bodens, sondern zeigt das Entwicklungsstadium der Blüte und de-ren sich verändernden pH-Wert an.
Botanische Eckdaten
Heilwirkung
Wegen seiner lungenähnlichen Blätter galt das Lungenkraut seit dem 15. Jhdt. als Mittel gegen Lungenkrankheiten. Die trübweißen Flecken auf der Blattoberseite wurden nämlich als Ähnlichkeit mit Lungenbläschen gedeutet und so wurde es der Signaturenlehre zufolge als Mittel gegen Erkrankungen der oberen Luftwege und der Lunge genutzt. Heute erhielt das Lungenkraut bisher keine Einstufung als traditionelles Arzneimittel. Von dem Gebrauch ist abzuraten.
Merkmale
Gefährdungsstufe
* Ungefährdet
Alle Angaben zu Kräutern wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.
GOLDENE REGEL für ALLES: Nur was bekannt ist – wird gegessen! Es gilt die Regel: ein Handstrauß Wildpflanzen pro Person und Tag darf auf öffentlichem Gelände gesammelt werden. Verwenden Sie nur gewaschene Pflanzenteile, die Sie eindeutig bestimmen können – im Zweifel verzichten Sie bitte darauf.
TIPP: Ein Vorteil beim Kauf von Freiverkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke und dem Facheinzelhandel besteht in der sachkundigen Beratung rund um Ihre Beschwerden.