Königskerze
Animation: Hannah Philipsen Sound: Pixabay
Pflanzengeflüster
Ihren Namen verdankt sie ihrem hohen, kerzenartig aufragenden Blütenstand, der dicht mit goldgelben Blüten besetzt ist – früher wurden ihre getrockneten Stängel sogar als Fackeln genutzt.
Es gibt verschiedene Arten; die Großblütige Königskerze kann bis zu 2 Meter hoch werden und trägt besonders große Blüten. Mit ihrem weit herausragenden, kerzenartig aufragenden Stängel, der reich mit goldgelben Blüten besetzt ist, macht die Königskerze ihrem Namen alle Ehre. Typisch sind ihre wollig-behaarten Blätter, die in einer Rosette am Boden und entlang des Stängels wachsen. Die gelben Blüten erscheinen von Juli bis September in langen, dichten Trauben.
Die Königskerze ist in der Regel zweijährig. Im ersten Jahr bildet sie eine bodennahe Blattrosette. Erst im zweiten Jahr wächst der hohe Blütenstängel mit den charakteristischen gelben Blüten, nach der Samenbildung stirbt die Pflanze dann ab.
Die Königskerze wurde und wird auch „Marienkerze“ genannt und gilt als Symbol der Muttergottes – als Sinnbild ihres segnenden Zepters. Auch ist auch Teil des traditionellen Würzwischs (Kräuterbuschens), eines Straußes aus verschiedenen Heilkräutern, Getreideähren und Blüten, der zu Mariä Himmelfahrt (15. August) gebunden und gesegnet wird. Er steht symbolisch für Schutz, Gesundheit und Segen für Haus und Hof. Typische Bestandteile sind neben der oft zentral platzierten Königskerze auch Johanniskraut, Schafgarbe, Wermut, Beifuß, Rainfarn und Kamille.
Botanische Eckdaten
Heilwirkung
Vor allem die Blüten werden getrocknet gerne als Beimischung in Hustentees verwendet, denn sie wirken entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral. Des Weiteren sind sie beruhigend und schlaffördernd. Einen Ölauszug kann man in Salben und Cremes zur Wundheilung bei Hautentzündungen und Prellungen verwenden.
Merkmale
Gefährdungsstufe
* Ungefährdet
Alle Angaben zu Kräutern wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.
GOLDENE REGEL für ALLES: Nur was bekannt ist – wird gegessen! Es gilt die Regel: ein Handstrauß Wildpflanzen pro Person und Tag darf auf öffentlichem Gelände gesammelt werden. Verwenden Sie nur gewaschene Pflanzenteile, die Sie eindeutig bestimmen können – im Zweifel verzichten Sie bitte darauf.
TIPP: Ein Vorteil beim Kauf von Freiverkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke und dem Facheinzelhandel besteht in der sachkundigen Beratung rund um Ihre Beschwerden.