Knoblauch
Pflanzengeflüster
Knoblauch – bewährtes Naturheilmittel mit langer Tradition
Knoblauch (Allium sativum) zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und ist seit Jahrtausenden für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt. Bereits in Zentralasien und im alten Ägypten geschätzt, wird er bis heute als natürliches Heil- und Stärkungsmittel eingesetzt. Seine Inhaltsstoffe wirken antibakteriell, antiviral und können das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.
Seinen Ursprung hat Knoblauch in Zentralasien und wurde bereits in der Steinzeit genutzt. Im alten Ägypten ist seine Verwendung als Heilmittel seit mindestens 1550 v. Chr. belegt; sogar Pyramidenarbeiter erhielten ihn zur Stärkung. In der Antike empfahl Plinius ihn gegen zahlreiche Beschwerden. Im Mittelalter galt Knoblauch als Schutz- und Heilmittel bei unterschiedlichsten Leiden, von Zahnschmerzen bis zur Pest. Die wissenschaftliche Bestätigung seiner antibakteriellen Wirkung gelang schließlich 1858 durch Louis Pasteur. In der asiatischen Heilkunde und der Kulinaristik wird auch der fermentierte schwarze Knoblauch mit seiner süßen Pflaumen-Vanille-Lakritznote geschätzt. Er wird in Asien traditionell über 90 Tage fermentiert, ist magenverträglicher und erzeugt keinen typischen Knoblauchduft beim Verzehr..
Botanische Eckdaten
Heilwirkung
Knoblauch wird seit der Antike sowohl als Lebensmittel als auch als Heilpflanze genutzt. Studien zeigen, dass sowohl weißer als auch schwarzer Knoblauch entzündungshemmend, immunstärkend, antiallergisch und antibakteriell wirken können.
Knoblauch unterstützt nachweislich das Herz-Kreislauf-System, indem er Cholesterinwerte senkt, die Gefäße erweitert und blutverdünnend wirkt, was sich positiv auf den Blutdruck auswirken kann. Der Wirkstoff Allicin, der beim Zerkleinern entsteht, hemmt Bakterien, Viren und Pilze – daher wird Knoblauch auch als „natürliches Antibiotikum“ bezeichnet. Zudem kann er die Verdauung fördern, bei Blähungen helfen und gegen Darmparasiten wirken. Als Antioxidans trägt er außerdem dazu bei, Zellschäden und Gefäßveränderungen vorzubeugen.
Der klassische weiße Knoblauch ist am besten untersucht, während der fermentierte schwarze Knoblauch zunehmend erforscht wird. Er enthält mehr Polyphenole und hat eine stärkere antioxidative Wirkung, gilt in seiner Wirksamkeit aber insgesamt nicht als schwächer als weißer Knoblauch.
Merkmale
Gefährdungsstufe
* Ungefährdet
Alle Angaben zu Kräutern wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.
GOLDENE REGEL für ALLES: Nur was bekannt ist – wird gegessen! Es gilt die Regel: ein Handstrauß Wildpflanzen pro Person und Tag darf auf öffentlichem Gelände gesammelt werden. Verwenden Sie nur gewaschene Pflanzenteile, die Sie eindeutig bestimmen können – im Zweifel verzichten Sie bitte darauf.
TIPP: Ein Vorteil beim Kauf von Freiverkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke und dem Facheinzelhandel besteht in der sachkundigen Beratung rund um Ihre Beschwerden.