Gottesgnadenkraut
Pflanzengeflüster
Der Name Gratiola wird von lateinisch Gratia ‚Gnade‘ abgeleitet, der Heilwirkung wegen, wie auch die deutsche Bezeichnung Gottesgnadenkraut. Volkstümliche Namen waren Erdgalle, Gallenkraut, Allerheiligenkraut, Purgierkraut, Gichtkraut, Grazede („gratia dei“ ‚Gnade Gottes‘). ACHTUNG: Das Gottes-Gnadenkraut ist in allen Teilen stark giftig und wird in der Schulmedizin nicht mehr eingesetzt. Das Ruprechtskraut (Familie Storchschnabelgewächse) wurde im Mittelalter auch als „Gottesgnadenkraut“ bezeichnet aufgrund seiner vielfältigen Wirkungen und der Förderung der Schwangerschaft. Heute wird jedoch die Pflanze Gratiola officinalis (Gattung Gnadenkräuter in der Fam. Wegerichgewächse) in deutsch als Gottesgnadenkraut bezeichnet. Das führt zu Missverständnissen. Ein typisches Problem in der traditionellen Wissensüberlieferung vor der modernen Botanischen Nomenklatur im 18.Jahrhundert.
Botanische Eckdaten
Heilwirkung
Giftig und wird in der Medizin nicht mehr eingesetzt
Merkmale
Gefährdungsstufe
1 - Vom Aussterben bedroht
Alle Angaben zu Kräutern wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.
GOLDENE REGEL für ALLES: Nur was bekannt ist – wird gegessen! Es gilt die Regel: ein Handstrauß Wildpflanzen pro Person und Tag darf auf öffentlichem Gelände gesammelt werden. Verwenden Sie nur gewaschene Pflanzenteile, die Sie eindeutig bestimmen können – im Zweifel verzichten Sie bitte darauf.
TIPP: Ein Vorteil beim Kauf von Freiverkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke und dem Facheinzelhandel besteht in der sachkundigen Beratung rund um Ihre Beschwerden.