Eberraute
Pflanzengeflüster
Schon in der Antike war die Eberraute bekannt und geschätzt. Die Pflanze verströmt dank ihrer ätherischen Öle einen intensiven, angenehmen Duft. Im Mittelalter gewann der Strauch weiter an Bedeutung und wurde vor allem in Klostergärten Mitteleuropas als Heil- und Gewürzkraut kultiviert. Ihr Geruch erinnert an Cola.
Damals schrieb man der Eberraute eine belebende und sogar aphrodisierende Wirkung zu. Sie wurde vielseitig eingesetzt – sowohl zur Behandlung verschiedener Beschwerden als auch zur Stärkung von Arbeitern und Bauern. Erwähnung findet die Pflanze zudem in den Schriften bedeutender Persönlichkeiten wie Hippokrates, Plinius und Hildegard von Bingen. Manche Bauersfrau legte eine Eberraute ins Gesangbuch. Der Duft erfrischte bei den langandauernden Gottesdiensten.
Botanische Eckdaten
Heilwirkung
Wirkt traditionell verdauungsfördernd, krampflösend, antibakteriell und beruhigend. Sie wird innerlich bei Magen-Darm-Beschwerden, Erkältungen und Menstruationsschmerzen eingesetzt, äußerlich bei Rheuma. Besonders reich an Bitterstoffen und ätherischen Ölen, stärkt sie zudem bei richtiger Dosierung das Immunsystem.
Merkmale
Gefährdungsstufe
* Ungefährdet
Alle Angaben zu Kräutern wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.
GOLDENE REGEL für ALLES: Nur was bekannt ist – wird gegessen! Es gilt die Regel: ein Handstrauß Wildpflanzen pro Person und Tag darf auf öffentlichem Gelände gesammelt werden. Verwenden Sie nur gewaschene Pflanzenteile, die Sie eindeutig bestimmen können – im Zweifel verzichten Sie bitte darauf.
TIPP: Ein Vorteil beim Kauf von Freiverkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke und dem Facheinzelhandel besteht in der sachkundigen Beratung rund um Ihre Beschwerden.