Achillea millefolium Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Schafgarbe

Animation: Lina Schmidt Sound: Lina Schmidt

Pflanzengeflüster

Die Schafgarbe hat eine ziemlich heldenhafte Geschichte. Ihr botanischer Name Achillea geht auf den griechischen Sagenhelden Achilles zurück, der – so erzählt man – mit ihr Wunden heilte. Kein Wunder also, dass sie bis heute als kraftvolle Heilpflanze gilt.

Auf den ersten Blick wirkt sie zart: feine, federartige Blätter, die wie „tausend Blättchen“ erscheinen (daher millefolium), und kleine, weiße bis rosafarbene Blüten, die in hübschen Dolden zusammenstehen. Doch in ihr steckt erstaunliche Widerstandskraft. Selbst wenn sie von Schafen abgefressen wird – was sie besonders gern tun und ihr den Namen „Schafgarbe“ eingebracht hat – wächst sie unbeirrt weiter.

Man findet sie häufig auf Wiesen, wo sie mit ihrer filigranen Erscheinung sofort ins Auge fällt. Doch sie ist mehr als nur schön: Seit Jahrtausenden wird sie geschätzt – bei Verdauungsbeschwerden, Frauenleiden und als „Blutstillkraut“, das bei kleinen Verletzungen hilft.

Die Schafgarbe ist eine unscheinbare Wegbegleiterin – zart im Aussehen, kraftvoll in ihrer Wirkung und voller Geschichte.

Und genau diese besondere Mischung aus Zartheit und Kraft macht die Schafgarbe auch in der Küche spannend.

Hier ein Rezept duftenden Wildkräuterbrötchen, das Natur und Genuss wunderbar verbindet:

Wildkräuterbrötchen

640 g Mehl (Weizen, Dinkel)

Würfel frische Hefe

1 Liter Wasser

1 bis 2 TL Salz

1 Eßlöffel Öl

Wildkräuter: Dost, Schafgarbe, Giersch, Brennnesseln, Beinwell, Sauerampfer, gute Portion Sonnenblumenkerne, Sojasauce…

Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, Salz und Pfeffer zufügen, Mehl einarbeiten und alles gut verkneten.

Den Teig mind. 20 Minuten an einem windstillen und warmen Ort gehen lassen.

Kräuter hacken und unter den Teig kneten. Sonnenblumenkerne in einer Pfanne fettfrei rösten und mit einem Spritzer Sojasauce ablöschen, ebenfalls hacken und unter den Teig kneten.

Kleine Brötchen formen (etwa 20 Brötchen)

Und bei 220 Grad Ober- und Unterhitze etwas 20 Minuten backen

Botanische Eckdaten

trockene bis frische, durchlässige Böden
extrem winterharte und robuste Staude
Nordhalbkugel
Juni bis September
bevorzugt vollsonnige Standorte

Heilwirkung

Appetitanregung, Verdauungsprobleme

Merkmale

10 - 100 cm
❀ (Blüten), 🌿 (Kraut)
⚕ (Heilpflanze), 🍽 (Gewürz)
äußerst insektenfreundliche, heimische Staude, die von Juni bis zum Herbst eine wertvolle Nektar- und Pollenquelle für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen anbietet
Die Schafgarbe verdankt ihren Namen der Tatsache, dass Schafe sie besonders gern fressen, da sie eine schmackhafte und zugleich gesunde Futterpflanze ist. Sie wirkt verdauungsfördernd, krampflösend und appetitanregend und wird von den Tieren oft gezielt bei Magen-Darm-Beschwerden aufgenommen. Die Pflanze ist ungiftig und enthält wertvolle Bitterstoffe, Gerbstoffe sowie ätherische Öle.

Gefährdungsstufe

* Ungefährdet

Foto: Martina Pipprich

Alle Angaben zu Kräutern wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.

GOLDENE REGEL für ALLES: Nur was bekannt ist – wird gegessen! Es gilt die Regel: ein Handstrauß Wildpflanzen pro Person und Tag darf auf öffentlichem Gelände gesammelt werden. Verwenden Sie nur gewaschene Pflanzenteile, die Sie eindeutig bestimmen können – im Zweifel verzichten Sie bitte darauf.

TIPP: Ein Vorteil beim Kauf von Freiverkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke und dem Facheinzelhandel besteht in der sachkundigen Beratung rund um Ihre Beschwerden.

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