Pfefferminze
Animation: Duran Bengü Sound: Beyza-Gül Yüksel
Pflanzengeflüster
Ich bin die Pfefferminze – frisch, kühlend und belebend. Meine große Pflanzenfamilie ist vielfältig: Von Schokominze bis Hugominze gibt es viele aromatische Varianten, und auch in anderen Kulturen werde ich gerne als wohltuender Tee genossen.
Die Familie der Minzen ist groß. Die Pfefferminze entstand im 17. Jahrhundert in England und wurde traditionell den kühlenden Pflanzen zugeordnet. Man setzte mich ein, um „Hitze“ im Körper auszugleichen – etwa bei Entzündungen oder innerer Unruhe. Gleichzeitig galt ich als eher ungeeignet, wenn dem Körper bereits Kälte vorherrschte, etwa bei niedrigem Blutdruck, kalten Händen und Füßen oder im Winter.
Der praktische Tipp: Nutzen Sie die kühlende Wirkung der Pfefferminze bei heißen Temperaturen als erfrischender kalter Sommertee, denken Sie aber auch an den Tee bei Übelkeit und Krämpfen. Mit Melissenblättern gemischt kann man Pfefferminztee trinken, wenn „der Kopf raucht“. Das ätherische Öl gibt es als Roll-on (symptomatisch) gegen Kopfschmerzen, praktisch für die Handtasche. Achtung: keine Anwendung von ätherischem Pfefferminzöl bei Säuglingen und Kleinkindern.
I
Botanische Eckdaten
Heilwirkung
Die Pfefferminzblätter (Menthae piperitae folium) enthalten vor allem ätherisches Öl mit Menthol, Menthon und Menthofuran, außerdem Laminaceen-Gerbstoffe, Bitterstoffe und Farbstoffe (Flavonoide). Das ätherische Öl wirkt krampflösend auf die Muskulatur des Verdauungstraktes, außerdem schmerzlindernd und leicht betäubend. Es stimuliert Kälterezeptoren. Pfefferminzblätter haben eine krampflösende, galletreibende, entblähende und verdauungsfördernde Wirkung, sie sind entsprechend besonders geeignet bei krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, Blähungen oder Übelkeit. Schlaffördernd und gut als Tee bei Erkältungen.
Merkmale
Gefährdungsstufe
* Ungefährdet
Alle Angaben zu Kräutern wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.
GOLDENE REGEL für ALLES: Nur was bekannt ist – wird gegessen! Es gilt die Regel: ein Handstrauß Wildpflanzen pro Person und Tag darf auf öffentlichem Gelände gesammelt werden. Verwenden Sie nur gewaschene Pflanzenteile, die Sie eindeutig bestimmen können – im Zweifel verzichten Sie bitte darauf.
TIPP: Ein Vorteil beim Kauf von Freiverkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke und dem Facheinzelhandel besteht in der sachkundigen Beratung rund um Ihre Beschwerden.