Löwenzahn
Pflanzengeflüster
Ich werde auch Pusteblume genannt und bin der Superstar unter den Wildkräutern und bringe dir Kraft, Reinigung und neue Energie … eine uralte Heilpflanze, die besonders im Frühling geschätzt wird.
Du kennst mich vielleicht als unscheinbare Wiesenpflanze – doch in mir steckt erstaunlich viel Heilkraft. Von der Wurzel bis zur Blüte kannst du mich vollständig nutzen, und jedes Teil trägt zu deinem Wohlbefinden bei. Besonders im Frühjahr unterstütze ich dich dabei, deinen Körper zu reinigen und neue Energie zu schöpfen.
Meine Bitterstoffe regen deine Verdauung an und wirken sich positiv auf dein inneres Gleichgewicht aus. Ich unterstütze Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse, wirke entwässernd und kann bei Beschwerden der Harnwege hilfreich sein. Dabei arbeite ich nicht stark eingreifend, sondern sanft und anregend – klärend, stärkend und belebend.
Auch in deiner Küche bin ich vielseitig: Die jungen Blätter vom Löwenzahn enthalten viel Vitamin C und schmecken im Salat oder im Smoothie. Ältere Blätter schmecken recht bitter. Aus den Blättern, Stängeln und Blüten lässt sich Löwenzahnsuppe kochen. Die aufgehenden Blütenknospen schmecken wie junge Walnüsse. Aus ihnen lässt sich ein Sirup herstellen, der eine Alternative zu Honig sein kann. Aus den gerösteten Wurzeln lässt sich Kräuter-Kaffee „Muckefuck“ zubereiten.
In der Naturheilkunde werde ich besonders für meine Wirkung auf Leber und Galle geschätzt. Als Tinktur oder Tee unterstütze ich deine Verdauung und helfe dir, wieder in deine innere Balance zu finden – oft in Kombination mit anderen Frühlingskräutern auch ideal für eine sanfte Entschlackungskur.
Doch wie bei allen Heilpflanzen gilt: Höre auf deinen Körper und nutze mich bewusst und in Maßen, damit ich dich bestmöglich begleiten kann.
Meine frischen Blätter kannst du ganz einfach in deine Ernährung integrieren. Fein gehackt im Salat regen sie deinen Stoffwechsel an und begleiten dich ideal bei einer Frühjahrskur. Auch meine Blüten lassen sich nutzen – aus ihnen kannst du sogar einen aromatischen „Löwenzahnhonig“ herstellen. Und meine Wurzeln können im Herbst und Winter ausgegraben und als Gemüse gegart werden.
Vielleicht hast du auch schon einen meiner vielen Namen gehört – wie „Kuhblume“ oder „Butterblume“. Im Volksmund nennt man mich augenzwinkernd sogar „Bettseecher“, ein Hinweis auf meine harntreibende Wirkung.
Botanische Eckdaten
Heilwirkung
Die Heilkraft entfaltet sich als Tee oder Tinktur aus allen Bestandteilen am besten. Der Tee macht müde Menschen munter und er kann auch bei leichten Kopfschmerzen helfen. Außerdem regt Löwenzahn die Verdauung sowie den gesamten Stoffwechsel an und ist somit ein guter Begleiter für eine Frühjahrskur bzw. in der Fastenzeit. Achtung: keine Anwendung bei Wassereinlagerungen in Folge von eingeschränkter Nieren- oder Herztätigkeit.
Merkmale
Gefährdungsstufe
* Ungefährdet
Alle Angaben zu Kräutern wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.
GOLDENE REGEL für ALLES: Nur was bekannt ist – wird gegessen! Es gilt die Regel: ein Handstrauß Wildpflanzen pro Person und Tag darf auf öffentlichem Gelände gesammelt werden. Verwenden Sie nur gewaschene Pflanzenteile, die Sie eindeutig bestimmen können – im Zweifel verzichten Sie bitte darauf.
TIPP: Ein Vorteil beim Kauf von Freiverkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke und dem Facheinzelhandel besteht in der sachkundigen Beratung rund um Ihre Beschwerden.