Echter Hopfen
Animation: Samuel Tebllion Sound: Beyza-Gül Yüksel
Pflanzengeflüster
Seine Bedeutung erreichte der Hopfen ursprünglich, weil seine bakteriziden Bitterstoffe beim Brauen von Bier wesentlich zur Haltbarkeit beitrugen. Die antiseptische Kraft des Hopfens wurde 1153 n. Chr. von Hildegard von Bingen in der Physica (Buch I, Kapitel zu Pflanzen) beschrieben: „Der Hopfen ist warm und trocken und hat eine gewisse Bitterkeit, die die Fäulnis im Menschen vermindert.“ 1885 hat Max Hayduck am Berliner Institut für Gärungsgewerbe die antiseptische Wirkung von Hopfenbitterstoffen zweifelsfrei nachgewiesen.
Im Reinheitsgebot von 1516 wurde der Dreiklang des Biers festgelegt: Wasser, Malz und Hopfen.
Seit einigen Jahren geht nun aber der Bierkonsum in Deutschland zurück, deshalb ist es anzuraten für den Hopfen andere Verwendungen zu finden. Wussten Sie schon, dass man Hopfendolden auch essen kann? Hopfenzweignspitzen oder junge Triebe in Butter gebraten eignen sich als besondere Delikatesse wie Spargel.
Botanische Eckdaten
Heilwirkung
Schlaflosigkeit, beruhigend, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden
Merkmale
Gefährdungsstufe
* Ungefährdet
Alle Angaben zu Kräutern wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.
GOLDENE REGEL für ALLES: Nur was bekannt ist – wird gegessen! Es gilt die Regel: ein Handstrauß Wildpflanzen pro Person und Tag darf auf öffentlichem Gelände gesammelt werden. Verwenden Sie nur gewaschene Pflanzenteile, die Sie eindeutig bestimmen können – im Zweifel verzichten Sie bitte darauf.
TIPP: Ein Vorteil beim Kauf von Freiverkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke und dem Facheinzelhandel besteht in der sachkundigen Beratung rund um Ihre Beschwerden.